Haar – Haut

Das Wachstum des Haares
Auf 1 qcm Kopfhaut wachsen ca. 100 – 200 Haare. Der gesamte Haarschopf zählt durchschnittlich ca. 100 000 Haare, bei Rot- und Schwarzhaarigen weniger, bei Blonden mehr. Die Kopfhaare wachsen im Monat durchschnittlich 1 cm, das Wachstum der Barthaare beträgt 0,6 – 0,8 mm täglich. Haare werden normalerweise 60 bis 80 cm lang, in seltenen Fällen auch über einen Meter.
Bei einem monatlichen Wachstum von gut einem Zentimeter entspricht das einer Lebensdauer von durchschnittlich 5 – 6 Jahren. Brauen und Wimpern werden nur 3 bis 5 Monate alt. Häufiges Schneiden oder Rasieren hat, entgegen einer weitverbreiteten Meinung, keinen Einfluß auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Haares.

Die trockene Kopfhaut ( Sebostase ),
wird durch eine Unterfunktion der Talgtrüsen verursacht. Haut und Haar erscheinen trocken und glanzlos. Das Haar ist brüchig. Auf der Kopfhaut sind meist kleine, nicht zerreibbare Hornschüppchen erkennbar.
Zur Behandlung der Sebostase gehört zunächst mal die regelmäßige und gründliche Kopfwäsche mit milden Spezialshampoos, die so oft durchgeführt werden kann, wie es nötig erscheint.

Fettiges Haar und Schuppenbildung
Fettiges Haar und Schuppenbildung gehören zu den häufigsten Haarproblemen der Friseurkunden. Diese Anomalien sind auf eine Störung der Talgdrüsentätigkeit zurückzuführen. Bei einer Überfunktion der Talgdrüsen sprechen wir von einer Seborrhoe. Dabei sind zwei Formen zu unterscheiden: die ölige Form ( Seborrhoe oleoas ) und die trockene Form ( Seborrhoe sicca ).

Die Seborrhoe oleosa :
Hier liegt eine Überfunktion der Talkdrüsen vor, bei der die Talkdrüsen zu viel und zu öligen Talg erzeugen. Die Haut zeigt deshalb einen fettigen Glanz, und die Haare sind schon 2 bis 3 Tage nach der Wäsche wieder bis in die Spitzen fettig und strähnig.

Die Seborrhoe sicca :
Sie ist ebenfalls auf eine Überfunktion der Talkdrüsen zurückzuführen, aber der Hauttalg ist trockener, er hat eine festere Konsistenz. Mit den Schüppchen der Oberhaut bildet er große, leicht zerreibbare Talgschuppen. Die Kopfhaut zeigt einen wachsartigen Glanz, das Haar fettet nur am Ansatz nach, die Längen und besonders die Spitzen sind trocken und sogar spröde.

Zur Behandlung der Seborrheo gehört zunächst mal die regelmäßige und gründliche Kopfwäsche mit Spezialshampoos, die so oft durchgeführt werden kann, wie es nötig erscheint. Die Wäsche sollte mit einer Massage im Bindegewebe verbunden sein, weil dadurch dir Talgdrüsen stärker entleert werden, was die Nachfettung verzögert.

Der Haarausfall
kann verschiedene Ursachen haben Mangel an Vitamin A bei falscher Ernährung, Stress fibröse Erkrankungen und anderen Krankheiten, die die Reserven des Körpers aufzehren. Soweit die Kopfhaut keine Narbenbildung zeigt, kann nach der Beseitigung der Ursache mit einem erneuten Wachstum des Haares gerechnet werden.
Haarausfall nach Entbindung tritt in vielen Fällen auf. Er kann kurz nach der Entbindung erfolgen, jedoch auch erst in den folgenden drei Monaten. Er hält in der Regel sechs Wochen an. Sie sollten veranlassen, dem Haar während dieser Zeit eine besondere Pflege angedeihen zu lassen.
Medikamente können neben ihrer Hauptwirkung, für die sie zur Anwendung kommen, verschiedene weniger gewünschte Nebenwirkungen haben. Dazu gehört auch der Haarausfall nach der Verwendung von Mitteln zur Verzögerung der Blutgerinnung, wie sie bei Entbindungen, Venenentzündungen oder Thrombosen verabreicht werden. Ebenso Mittel zur Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion sollen den Haarbestand sehr gefährden.
Die Ursache für das Auftreten des kreisförmigen Haarausfalles ist bis heute nicht eindeutig geklärt. In den meisten Fällen tritt nach einiger Zeit ein zunächst feiner, oft hellblonder oder auch farbloser Haarwuchs auf, der sich später wieder dem normalen anpaßt, jedoch oft farblos bleibt. Dieser Haarausfall kann sich wiederholen und sogar zur vollständigen Haarlosigkeit führen.
Die Glatze tritt fast nur beim Mann auf. Sie kann erblich oder auch Folge einer Seborrheo sein. Bei Vererbung auf die Frau zeigt sich ein stark verkümmertes Haar.
Die haarkosmetische Industrie gibt uns heute auf wissenschaftlicher Basis aufgebaute Mittel in die Hand, das Haar unserer Kundschaft kosmetisch einwandfrei und pfleglich zu behandeln. Die Mittel nach Qualität zu wählen und richtig anzuwenden ist die Aufgabe des bewußten Haarpflegers.

Von Haarspliss
spricht man, wenn die Haarspitzen gespalten sind. Verantwortlich dafür sind in der Regel mechanische Schädigungen (durch Grate an Kämmen oder Metallwicklern, Bürsten mit scharfkantig geschnittenen Perlonfasern, umgeknickten Spitzen beim nicht sorgfältigen Arbeiten mit Lockenstäben, Scheuern an der Kleidung bei langem Haar), thermische Schädigung (z.B. durch zu heißes Fönen ), Witterungseinflüsse (z.B. Austrocknung durch Wind und Sonne) oder mangelhafte sowie zuviel Plege. Veranlagung kommt als Ursache ebenfalls in Frage.

Sollten Sie Fragen zu einem Problemen haben, steht Ihnen unser
Frisörmeister unter E-Mail : info@ihrhaarstudio.de
gerne Rede und Antwort.
Sprechen Sie bei Haar und Kopfhautproblemen
mit Ihrer Friseurin oder Ihrem Friseur.

Dies sind Ihre Fachleute.

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